Das Größte Bett Der Welt

“Theatermachen ist einer Liebesakt, würde der grosse Laurence Olivier sagen, umgekehrt ist ns Liebesakt in gewisser klug ein Theaterspiel. Die fragen ist nun, was können ns beiden, furchner und Bühne, von einander lernen. “

George Tabori

Wenn hier Tiger- und Zebra(fell) genötigterweise Hand in Hand gehen- damit zweisamen schlaf sind sie weder gedacht noch geeignet, und nächste erotischen Assoziationen kommen auch solche von macht und Ansehen: der Häuptling hat ns grösste und beam Fell.

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Das haus müsse gegen Aussen gern geschehen vom Innern verraten, dafür Adolf Loos, dem wir bekanntlich einige der reichsten und der schönste Intérieurs von 20. Jahrhundert verdanken. Man wundert sich aber nicht, weshalb seine maam Lina gerade an dieser von ihrem mann als Eheschlafzimmer entworfenen Staffage eine leidenschaftliche Affäre mit einem andere hatte (ausführlicher in: Lisa Fischer. Lina Loos, heu wenn ns Muse sich mich küsst. Böhlau 1994) und ns Ehe nur 2 jahre dauerte: das seltsam-skurrile Hochzeitsbett, ein Altar im weiss-blau-weichen Raum, bekleidet, ausgelegt und eingehüllt in Angorafellen, Bettleinen und weissem Batist, stand für das unergründlich- beängstigenden Sehnsüchte von Körpers, welcher Loos als degenerativ, unnatürlich und krank bezeichnete, und wurde korrekt das: eine bühne zur Feier dieser nicht kommen sie verhindernden Gefühle. Dazu Irene Nierhaus. Arch6 . Sonderzahl 1999:

Die anschluss von Loos kommen sie seiner frau enthält Ideologeme des Frauenbildes ca 1900. Dies Frauenbild ist eine aus Lust und Askese konkurrierende Ambivalenz, die als letztendlich unvereinbarer kontrast gedacht wurde. Deshalb trägt das Frau einerseits die Projektion über Begehren und Sexualität, auf der anderen seite muss sie sich als “reine” frau ständig entkörpern. (…) das Semiologie ns Raumausstattung verweist explizit in Vorstellungen by einer bestimmten, idealen Weiblichkeit (…) das Raum ist als Braut(gemach) lesbar: das vollständig weisse Einkleidung ns Wand ist das Brautkleid und ernannt die “unschuldige” Braut. Das transluzide Zartheit von weissen Stoffes verweist in Schleier und Hymen (…) ns Blau des boden vervollständigt den eindruck marianisch- celester Jungfräulichkeit, da Weiss und Blau zu sein die Farben Marias. Hinzufügen weitet Blau das Raum und lästige Raumgrenzen (zum Himmel?) schwinden. Die Felle auf der anderen seite deuten oben “natürlich” Wucherndes, das – ins Weiss verharmloste- Triebhafte und ns endlos Uterine. 

Wenn weil das Loos Sinnlichkeit so gefährlich war, dass sie entweder hinter Masken versteckt werden musste, oder, wie hier im Schlafzimmer, einer fetistische Manifestation seiner Ideale wurde- Fetisch und Kitsch rauben in japanischen liebe Hotels auf ähnlicher weise der Sexualität deine Bedrohlichkeit.

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In das 30’000 love Hotels, wo ns breite japanische population der mangelnden privatsphäre Zuhause entflieht und an eine thematisch wählbare Traumwelt eintaucht, wird das beste das ende dem 2-Stunden-“Ruhe” Tarif gemacht: Ehepaare, Jugendliche, Liebhaber, Männer mit ihren 15 jährigen “Dates” veranstaltungsort sich zur geschätzten halb allen innerstaatlichen Sex an dafür gestalteten Räumen.

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Die Raumwelten Hello Kitty, Altes Rom, Schule oder Arztpraxis zu sein im vergleich zu westlichen Bordellen wohl weniger schäbig- unklar bleibt, inwiefern diese Intérieurs intimes erlebnis oder performance erhöhen. Sie sind deshalb überzeichnet entworfen, bei ihrer wille und Wirkung deshalb unerbittlich eindeutig, das sich die Frage stellt, evenards alles ins gegenteil kippt. Einer stelle wir ein langersehntes Rendezvous mit dem Geliebten vor. Eine zarte Begegnung im pinkfarbenen Gitterkäfig- aufs schmerzlichste karikaturiert! aber auch: wahrheit Lust und Leidenschaft brauchen keine Hilfestellung. Sie multipliziert sich gar vielmehr an ungeeigneten Orten. Dies ist die Doppelnatur von Architektur- teils unwichtiger Hintergrund- teils von grösstem Einfluss in unsere Gefühlswelt. Trotzdem, can man sich no doch eine ganz oben die privaten Wünsche zugeschnittene Kulisse ausmalen, einmal die spontane Umarmung bei Regen mitte Bäckerei und Tramhaltestelle nur nicht möglich ist? Statt Hello Kitty und Polyesterplüsch vielleicht ein Küchenboden (schwarz- weisse Kacheln, bitte) bei einem vage grosszügigen paris Appartement gesättigt Bücher, diffusem Licht, Kaffee, Zeitung, Tisch, Orangen und Wein? Das kann man nicht nachbauen, aber wird einer höchstens lächerlich vor auge führen, dass man nur gerade nicht in Paris und ns vielschichtiges sinnliches Erlebnis weit weg ist . Einen “Themaraum” widerspricht der Idee des Echten.

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Dieser Hunger nach Authentizität. Von Räumen zeit abgesehen- wiegt er no arg schwer auf Liebe und Leidenschaft? Ist er nicht selten heu strenggenommen nie stillbar (man can nicht an des andere Herz schauen) und damit grossen teil genährt über unserer Idee der romantischen Liebe? Aber unterschiedlich geht es wohl gerade nicht. Die Leichtigkeit, mit das “echte”, spontane lust entfacht wird, wird hier mit das des Spiels ersetzt- zum Not, vielleicht, eine Strategie aber, mit das sich die Menschen in Japan ein Stück weit mich befreien.

Kultur ns Shōjo. In umgekehrter Form gebot Love Hotels weil das Adoleszente eine Umgebung, die ns Erwachsenwerden verzögert: einen narzisstischer “kleiner Ort”, wo spiel (und Konsum) im Vordergrund stand und erwachsener Sexualität widerstanden wird (Sarah Chaplin. Japanese love Hotels. A cultural History, Routledge 2007). 

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Das Unbekannte- das realitätsferne, unterschiedlich Welt- ist verführerisch. Exotisch und neu war zum Japaner an den 50er jahr alles, was aus dem west kam. Äusserst erotisch das fremde westliche Bett, welches gross, unverrück- oder aufrollbar ein ganzes Zimmer zu (Bei-) Schlafzimmer sicher und heute immer noch Zentrum der Love Rooms ist. Fast bei Vergessenheit geraten, da verboten, zu sein jedoch das kreisrunden, vibrierenden Betten, welche bei den 70ern mangel nach ausgabe von Playboy redaktion Hugh Hefners individuell Liege in chicago sehr populär waren. Das Verlockende in Form einer fremdartigen Bettes tun können schneller langweilig werden als der Lover- das Ungewohnte muss immer wieder neu erfunden werden.

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Erfinden geht am schnellsten in dem Kopf: die Fantasie ist hin und wieder besser wie die Wirklichkeit. Sicher ist sie Teil jeder erotischen Begegnung. Die beide sind vielleicht in unendlichen Knäueln miteinander verschlungen- welche nun Gültigkeit beansprucht, ist nicht leicht zu beantworten. Dies ist keineswegs nebensächlich: Yi-Fu Tuan, chinesischer Geologe und Philosoph, sieht die Nicht- Akzeptanz ns Realität, oder ns Realitätsflucht, welche an unserer gesellschaft negativ bewertet wird, als Bedingung zum jedes Kulturschaffen (Yi-Fu Tuan. Escapism. Johns Hopkins university Press, Baltimore 1998):

Culture is more very closely linked to die human tendency notfall to confront facts, ours ability kommen sie escape by one way or the another, 보다 we room accustomed kommen sie believe. (…) A human being being is bei animal who is congenitally indisposed zu accept fact as that is. 

Yi- Fu Tuan mag nicht an die bodenbearbeitung von Bordelleffekt- Innenarchitektur gedacht haben. Das Frage aber, was wir von diesen explizit verführerischen Strategien für einer sinnlichere Architektur generellen lernen können, ist das eigentlich spannende.